Inventur

Ein Autor sucht seinen Anfang in verborgenen Ecken. Er hebt die trägen Windungen des Hirns wie ein Bär die schwersten Steine. Meist um Gedankenlarven beim Davonstehlen zu erspähen. Was bleibt ist der Hunger. Ob überhaupt Buchstaben den Weg aufs Papier finden, bestimmt der Zufall, gewissermaßen das Jagdglück - oder die kreative Leere. Trifft der feste Griff nach einer Erinnerung oder einer Idee einmal das Ziel, ensteht mit Glück der Spiegel einer Seele, der pathologische Befund ihrer Narben oder eine Parabel, die das Schicksal vieler in sich vereint.

Meine zähe Suche führte mich schließlich weit zurück, zu Fragmenten einer halbwahren Geschichte über ein altes Gefühl, die es hoffentlich zu erzählen lohnt.

1 Kommentar 25.5.11 16:22, kommentieren

Werbung